FAQ

Was tun bei schlechtem Wetter?
Ich habe eine Praxis in der Pohlstrasse. Du hast jederzeit die Möglichkeit den “weather call” zu machen und die Beratung in die Praxis zu verlegen. Die meisten meiner Klienten haben aber, nachdem sie einmal den talk&walk-Prozess erlebt haben, wenig Lust ihr Beratungsgespräch wieder in die Praxis zurückzuverlegen. Wir verabreden eher einen neuen Termin oder nehmen uns einfach einen Schirm und laufen los. Die Praxis ist aber immer eine Option.

Typische Locations?
Jeder scheint den Tiergarten zu lieben. Aber es gibt zum Beispiel auch den Gleisdreieckpark neben meiner Praxis, schöne Routen durch den Volkspark Friedrichshain, den Bürgerpark in Pankow, den Treptower Park….
Manche Klienten wählen auch Routen in ruhigen Seitenstrassen in der Nähe ihres Arbeitsplatzes oder ihrer Wohnung.

Typische Zeiten?
Your choice. Wann es in deinen Tagesablauf passt.
Manche wählen walks vor der Arbeit und geniessen die frische Luft am Morgen. Viele nutzen ihre Mittagspause oder eine Stunde nach der Arbeit. Eine meiner Ziele ist es, so flexibel wie möglich zu sein und es angenehm für meine Klienten zu gestalten. Denn wenn es ein weiterer Termin im Kalender ist, der Stress verursacht, was nützt es dann?

Mit welcher Therapiemethode wird gearbeitet?
Ich bin seit 2012 zertifizierter systemischer Coach und Mediator und habe die Methoden des systemischen Coachings seither bei meinen Klienten angewandt. Ich glaube aber, dass Methoden nicht universell anwendbar sind und standartisierte Verfahren den Individualismus des Einzelnen verschatten. Seit meiner Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie 2013-15 (Prüfung vor dem Gesundheitsamt Lichtenberg) gilt mein grosses Interesse der Klientenzentrierten Gesprächstherapie nach Rogers. Hier liegt der Focus immer auf der Einzigartigkeit der Geschichte und der Ressourcen des Klienten und der individuellen und heilsamen Beziehung zwischen Therapeut und Klient.
Im talk&walk Prozess wende ich Elemente aus der Gesprächstherapie an. Ihr persönliches Anliegen steht stets im Mittelpunkt dess Gespräches. Als Bildende Künstlerin arbeite ich auch oft mit der Interpretation von Bildern.
Derzeit befinde ich mich in der Ausbildung zur Hypnotherapeutin.

Ist talk&walk eine Sportart?
Nein. Es ist langsames bis moderates Gehen, kein Joggen oder schnelles Gehen. Es gibt keinerlei körperliche Anstrengung beim talk&walk Prozess. Aber was denkst du, wie du dich nach einem 50minütigen Spaziergang im Tiergarten fühlst?

 

ABOUT ME

Die talk & walk Methode kam in mein Leben wie ein grosses Geschenk.
Ich habe Mitte der 90er Jahre an der Akademie für Bildende Künste Karlsruhe ein Studium der Malerei mit Diplom und Meisterschülerauszeichnung absolviert. 16 Jahre lang habe ich als bildende Künstlerin gearbeitet, unterrichtet und Vorträge gehalten, auf hohem Niveau Ausstellungen und Kunstmessen im In- und Ausland gemacht. Das bedeutete Kreativität unter Zeitdruck, Terminkoordination, Kommunikation und Organisation mit Teams in verschiedenen Sprachen, hohen Erfolgsdruck.
Neben aller Kreativität habe ich in meinem Beruf vorallem gelernt, Verantwortung zu übernehmen. Für mich selbst und für mein Handeln. Wenn man als Bildender Künstler Erfolg haben will, muss alles stimmen. Von der Kunst, die man produziert, der Positionierung im Umfeld, der Art der Kommunikation bis hin zur Körpersprache bei Vernissagen. Mehr als in anderen Berufen schlägt sich das persönliche Wohlbefinden und die eigene Geschichte auf den beruflichen Werdegang nieder. Man ist ständig mit sich selbst konfrontiert, es gibt keine “externen” Projekte, man ist immer “bei sich”.
Ich habe meinen Beruf immer mit Leidenschaft und Freude gemacht. Doch jeder von uns kennt Momente im Leben, die einen zum Nachdenken bringen. Wo man sich fragt: Was will ich? Was bin ich bereit, dafür zu geben? Und wie weit will ich kommen?
Durch die Geburt meiner beiden Kinder haben sich auch meine Werte verändert. Ich wollte näher und direkter an den Menschen sein, Gelerntes weitergeben, Menschen beraten, die wie ich die richtige Balance zwischen den Anforderungen eines stressigen Berufes und denen eines komplexen Privatlebens finden müssen.
Deshalb habe ich mich 2012 zum systemischen Coach ausbilden lassen und arbeitete hauptsächlich mit Menschen aus dem kreativen Bereich . Es war nicht ganz das, was ich gesucht hatte, denn ich war nur bedingt zufrieden mit den Methoden. Vieles schien mir zu abstrakt, zu allgemein, zu unflexibel, vor allem zu unpersönlich.
Während meiner Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie stiess ich dann auf die Klientenzentrierte Gesprächstherapie nach Rogers. Hier steht der Mensch mit seinen einzigartigen Ressourcen und seiner individuellen Geschichte im Mittelpunkt. Der Focus ist auf die Beziehung zwischen Therapeut und Klient gerichtet. Das ist, was ich gesucht hatte.
Im Frühjahr 2015 habe ich dann vor dem Gesundheitsamt Lichtenberg meine Prüfung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie abgelegt.

Auf die Idee, den ganzen Gesprächsprozess aus der Praxis ins Freie zu verlegen, kam ich durch einen Klienten. Er schaffte es zeitlich kaum zu den Sitzungen in die Praxis und so verabredeten wir uns eines Tages auf halbem Weg im Tiergarten. Von da an ging es ihm auffallend besser und er machte schnell grosse Fortschritte. Ich lud auch andere Klienten zu Spaziergängen ein und wir waren alle fasziniert von der Wirkung. Verbunden mit dem simplen Akt des Gehens im Freien entsteht eine offene und veränderungsfördernde Athmosphäre, in deren Einfachheit ihre Effektivität liegt. Die körperliche Bewegung beeinflusst die geistige und emotionale Bewegung, der Veränderungsprozess fühlt sich leicht und natürlich an und manche Türe scheint sich allein durch den 50minütigen Spaziergang zu öffnen.

Ich möchte Sie dabei begleiten, ihren ganz eigenen, individuellen Weg zu finden, Schwächen und Konflikte als Herausforderung anzunehmen und neugierig auf Veränderung zu sein. Sie werden merken, wie stark und lebensfroh es sie macht, wenn sie Konflikte selbst gelöst und Barrieren eigenverantwortlich überwunden haben. Zu zweit kommt man weiter als allein.

 

 

Die talk&walk Methode hat ihre Ursprünge im therapeutischen Bereich und ist hier unter dem Begriff Walk and Talk Therapy geläufig. Hier ist besonders Dr. Kate Hays und ihr Buch „Working it Out: Using Exercise in Psychotherapy“ hervorzuheben sowie die Dissertation “Therapist’s Perceptions of Walk and Talk Therapy: A Grounded Study” von Bridget L. McKinney, University of New Orleans, 2011. 

Sicher gibt es Dinge im Leben, die einem “zustoßen”, wo man nicht “Herr im Haus” ist , das viel beschriebene Glück oder Pech. Oder wenn die Bedürfnisse einer ganzen Familie beachtet werden müssen und wenig Spielräume für den Einzelnen bleiben. Aber selbst hierbei entscheidet man, wie man mit Einschränkungen umgeht, aktiv oder passiv und was man daraus macht.